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Musik und Geld: Was gerade für Musiker in Europa passiert

 

Okay, reden wir Klartext: Als Musiker in Europa ist es im Moment… kompliziert. Streaming ist die Art, wie die meisten von uns Musik hören, aber die Art und Weise, wie Künstler bezahlt werden – besonders über Spotify – sorgt für viel Frustration. Es fühlt sich oft an, als bräuchte man Millionen von Streams, um überhaupt einigermaßen leben zu können, und das ist einfach nicht fair.

Was ist das Problem?

Das größte Problem ist, wie Spotify Tantiemen verteilt. Sie verwenden ein „Pro-Rata“-System, was bedeutet, dass das gesamte Geld aus Abonnements in einen Topf fließt und Künstler basierend auf ihrem Anteil an den Gesamtstreams bezahlt werden. Klingt okay, oder? Aber es begünstigt stark die größten Stars und lässt die meisten Musiker mit sehr wenig zurück. Außerdem gibt es so viele Leute, die einen Teil des Kuchens abbekommen – Labels, Verlage, Verwertungsgesellschaften – dass viel Geld gar nicht erst beim Künstler ankommt.

Aber es gibt auch positive Entwicklungen. Künstler machen sich bemerkbar, und die Regierungen beginnen, aufmerksam zu werden. Die Europäische Kommission schaut sich die Urheberrechtsrichtlinie an, die den Urhebern eine fairere Vergütung ermöglichen soll. Aber es ist ein bisschen chaotisch, weil jedes Land in Europa die Regeln anders umsetzt.

Was Musiker fordern:

Hier sind die wichtigsten Forderungen der Musiker in Europa:

  • Ein faires System: Ein „nutzerzentriertes“ System, bei dem dein Abonnementgeld direkt an die Künstler geht, die du hörst. Das wäre doch viel sinnvoller, oder?

  • Transparenz: Wir müssen genau wissen, wie die Tantiemen berechnet werden. Keine versteckten Formeln mehr!

  • Bessere Verträge: Labels sollten nicht so einen riesigen Anteil des Geldes einbehalten. Künstler verdienen einen faireren Anteil.

  • Gemeinsame Stärke: Musiker müssen sich zusammenschließen und eine stärkere Stimme haben, wenn sie mit Streaming-Plattformen und Labels verhandeln.

  • Unterstützung von der Regierung: Mehr Förderung für Musikschaffung und -werbung würde einen großen Unterschied machen.

Was jetzt passiert und wo man Hilfe findet:

Es gibt ein paar positive Entwicklungen:

  • ECSA (European Composer and Songwriter Alliance): Sie setzen sich für eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen für Komponisten und Songwriter ein.

  • IMPALA (Independent Music Companies Association): Sie unterstützen unabhängige Musikunternehmen und helfen, die Vielfalt in der Musikindustrie zu erhalten.

  • Verwertungsgesellschaften (wie GEMA, SACEM, PRS): Diese Organisationen erheben und verteilen Tantiemen an ihre Mitglieder.

  • Direct-to-Fan-Plattformen (wie Bandcamp): Hier kannst du Musik direkt an deine Fans verkaufen und so den Mittelsmann umgehen und mehr Geld behalten.

Die Zukunft der Musik in Europa hängt davon ab, dass wir alle zusammenarbeiten, um ein System zu schaffen, das fair und nachhaltig ist. Es ist ein harter Kampf, aber es gibt Hoffnung. Mach weiter so, bleib organisiert und mach weiterhin großartige Musik!

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